get involved V – interactive symposium for participation

Internationales Symposium zur Architektur- und Baukulturvermittlung für junge Menschen
vom 22. bis 23. Oktober 2021
Im Rahmen der
17. Internationale Architekturausstellung Biennale Architettura 2021

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TOGETHER WHAT ELSE!
Mehrwert durch Partizipation und Vermittlung

get involved V bietet der Baukulturvermittlung für junge Menschen im Rahmen der Architekturbiennale Venedig zum fünften Mal in Serie eine internationale Plattform, bei welcher aktuell baukulturell relevante Themenbereiche und Entwicklungspotenziale im theoretischen wie praktischen Austausch diskutiert und bearbeitet werden.

Seit mehr als 15 Jahren arbeiten internationale Teams im Bereich der baukulturellen Bildung, sie haben sich durch Projektumsetzungen, durch Forschung und durch Netzwerkarbeit ein OEuvre im Bereich der Bewusstseinsbildung zur gebauten Umwelt erarbeitet, das beginnt, Früchte zu tragen.

TOGETHER WHAT ELSE will bewusst machen, dass Baukultur kein Singular hat, sondern ein Ergebnis eines pluralen Zusammenspiels von NutzerInnen, PlanerInnen und politischen EntscheidungsträgerInnen ist.

Das internationale Symposium widmet sich speziell der Fragestellung, welche notwendigen Voraussetzungen es braucht, um erfolgreich Baukulturvermittlung für junge Menschen machen zu können UND wie für eine nachhaltig wirksame Entwicklungsumgebung die entsprechende Basisstruktur aufgebaut und etabliert werden kann.

Das zweitägige Symposium umfasst Vorträge zu den Handlungsfeldern Wissen/Schule, Erfahrung/ExpertInnen und Politik/Kommunen, bespricht Best practice Beispiele und bietet zwei praktische Workshops zu Partizipation, Mitgestaltung und digitalen Vermittlungsmethoden.

get involved V wendet sich an die Berufsgruppen Architektur, Tragwerksplanung, Raumplanung, Kulturvermittlung, Landschaftsplanung, Pädagogik, Jugendarbeit, Forschung und Wissenschaft und an politische EntscheidungsträgerInnen im Zusammenhang mit baukultureller Bildung.


get involved V PROGRAMM:

FREITAG 22.Oktober 2021

11:00 – 13:30 Registrierung und Begrüßung

14:00 – 15:30 Impulsvorträge:

Tristan Biere, Stadtstattstrand, Berlin, München, D

Portrait_Tristan-BiereJenseits von Bottom-Up liegt die Koop-Stadt
Wie sieht Mitgestaltung junger Stadtmacherinnen und Stadtmacher aus? Welche Unterstützungsstrukturen braucht sie von Seiten der Verwaltung? Welche Erkenntnisse können aus der Arbeit junger Initiativen für zukünftige baukulturelle Aufgaben abgeleitet werden?
Der Vortrag blickt auf die “Visionen für die ko-produzierte Stadt von morgen”, die der Jahrgang 2018/2019 der Urbanen Liga entwickelt hat. Die Urbane Liga ist ein Bündnis junger Stadtmacherinnen und Stadtmacher unter 27 Jahren aus 20 deutschen Städten und Gemeinden, die regelmäßig Stadtentwicklungsthemen im deutschen Bundesbauministerium diskutieren. Zu den Werkzeugen und kooperativen Visionen der Urbanen Liga gehören Forderungen nach neuen Vermittlungsstellen in der Verwaltung, transparenter Ressourcenverteilung, neuen Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen und Dialoge auf Augenhöhe. Tristan Biere ist Urbanist und Urban Designer (M.Sc. Advanced Urbanism, M.Eng. Country and Town Planning). Mit dem Büro stadtstattstrand – Kreativer Umgang mit urbanem Raum erforscht und vermittelt er Strategien und Herangehensweisen rund um die nutzergetragene Stadtentwicklung in Texten, Ausstellungen, Workshops oder unkonventionellen Gesprächsrunden.

Marion Starzacher, PH Steiermark, Graz, A

marion_starzacher_webWie kann die Verankerung von Baukultureller Bildung in den (Hochschul-)Alltag umgesetzt werden?
Es findet in Österreich bereits seit dem Jahr 2004 ein Prozess zur Stärkung der Architekturpolitik und Baukultur – allerdings etwas versteckt ­– statt. Im Zuges dieses Prozesses ist eine Entschließung im Nationalrat einstimmig verabschiedet worden und diese enthält sogenannte Leitgedanken zur Baukultur, die sehr facettenreich ausformuliert worden sind. Ich werde in meinem Beitrag auf den Strategischen Leitgedanken 1 eingehen, der die Stärkung des Bewusstseins für die Bedeutung zeitgenössischer Architektur und Baukultur beschreibt, denn dieser bildet den Leitgedanken für die Verankerung von Baukultureller Bildung im Hochschulalltag der Pädagogischen Hochschule Steiermark im Ziel- und Leistungsplan. Marion Starzacher ist Architektin und Professorin für Technik und Design an der Pädagogichen Hochschule Steiermark, Dozentin der Technischen Universität Graz und der Karl Franzens Universität Graz sowie tätig im außerschulischen Vermittlungsfeld, in der KinderUni und in unterschiedlichen Gremien und Netzwerken

Karin Harather, Bildungslandschaften in Bewegung, Wien, A

KH_Foto_webWas ist und was kann BiB-Lab?
Das multidisziplinäre und studienrichtungsübergreifende Forschungsteam „Arbeitsraum Bildung“ (Fakultät für Architektur und Raumplanung an der TU Wien) wird im Rahmen des dreijährigen FFG-Projekts „BiB-Lab – Innovationslabor für Bildungsräume in Bewegung“ ein innovatives Bildungsgrätzl in der Wiener Per-Albin-Hanssonsiedlung modellhaft gestalten. Dieses Vorhaben startet mit September 2021 und zielt darauf, einerseits bestehende Schulräume gemeinsam mit allen Interessens- und Nutzungsgruppen als nachhaltige Lebensräume kreativ zu denken, zu gestalten und anzueignen und andererseits die vorhandenen öffentlichen Räume als Wissens- und Bildungsräume des Alltags zu interpretieren und zu nutzen. Karin Harather ist Assistenzprofessorin am Institut für Kunst und Gestaltung an der TU Wien, Künstlerin, Kulturforscherin und Mutter von vier Kindern. Sie leitet das Bib-Lab und verbindet künstlerische Praxis, Lehre und Forschung, um experimentelle, sozialintegrative Lernsettings und Reallabore in unterschiedlichen räumlichen Kontexten zu entwickeln.

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Pause
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16:00 – 17:00 informeller theoretischer Austausch im Rahmen der Biennale Sessions

17:00 – 17:30 Uhr kurze Schlussstatements

19:00 – open end get together workshop cucina pubblica

Stiftung Freizeit, Berlin, D

StiftungFREIZEIT_webCucina Pubblica ist eine performative Kochinstallation
… bei der alle Teilnehmer*innen und Passant*innen eingeladen werden, ihre kulinarischen Geheimnisse zu teilen. Ob blutiger Anfänger oder ambitionierter Hobbykoch, in zweistündiger Kochzeit sammeln und tauschen wir Rezepte und Konzepte aus. Denn Geschichten über das Essen sind Geschichten über uns, und diese Geschichten binden uns an andere. Das gemeinsame Essen stärkt das Gemeinschaftsgefühl.Die Cucina Pubblica macht Appetit auf den öffentlichen Raum und dessen Zutaten. Und was genau schmeckt uns? Vielleicht der Nachtisch nach italienischen Originalrezept, das an dieser Stelle noch nicht verraten wird? Mamma mia, che buono! StiftungFREIZEIT wurde 2010 von den Architekt*innen Inés Aubert, Markus Blösl und Rubén Jódar in Berlin gegründet. Seitdem stiften sie Andere an, sich freie Zeit für ihre Stadt zu nehmen. Andersherum denken, Neues kreieren, zusammenkommen, Antworten finden, Netzwerke herstellen, Wissen teilen. So werden von StiftungFREIZEIT Räume und Prozesse umkodiert, ironisiert und neue Formate des Zusammenlebens gestaltet. Ihr Betätigungsfeld reicht von Gestaltung öffentlicher Plätze, Interventionen im öffentlichen Raum, Ausstellungsgestaltung bis hin zur Architekturvermittlung und Lehre.

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SAMSTAG 23. Oktober 2021

10:00 – 12:00 Hand-on Workshop zu neuen digitalen Vermittlungsmethoden

Anke Leitzgen, Stadtsache, Lohmar, D

Version 2„Baukultur sammeln“ mit der App #stadtsache
Im Workshop wird die App #stadtsache zunächst anhand einiger Projekte aus der baukulturellen Bildung und Beteiligung vorgestellt. Die App ist ein Werkzeug und macht Beobachtungen und Ideen per Fotos, Audios, Videos, Texte und Skizzen lokalisiert auf einer digitalen Map sichtbar. Jeder Admin kann für seine Gruppe maßgeschneiderte Fragen und Aufgaben einstellen, was eine vielfältige Nutzung in Sachen gemeinsames Entdecken und Mitsprache an der Stadtentwicklung auf Augenhöhe ermöglicht. Nach dem kurzen Ausflug in die Theorie probieren wir die Funktionen der App bei einem Stadtspaziergang selbst aus und erkunden ihre Anwendungsoptionen. Anke M. Leitzgen ist Lern-Designerin und Gründerin von tinkerbrain, Institut für Lerndesign und Bildungsinitiativen. Mit einem interdisziplinärem Team entwickelt sie crossmediale Projekte mit Themenschwerpunkten aus Baukultur und Kulturerbe. In allen Projekten und Initiativen geht es darum, Kindern und Jugendlichen und allen, die mit ihnen arbeiten, Inspiration, praktisches Wissen und gute Werkzeuge für eine moderne Lernwelt an die Hand zu geben. Mehr unter www.tinkerbrain.de

12:00 – 13:00 informeller Austausch zu weiterführenden Netzwerkprojekten

Ende

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Zur Teilnahme ist eine Registrierung unbedingt erforderlich.

Die Teilnahmegebühr beträgt 60,- € (ein 3-Tages Biennalepass ist in der Gebühr beinhaltet). Für die Veranstaltung gelten die aktuellen COVID19 Bestimmungen.

Tipp: Das Symposium get involved V wird als Lehrer*innenfortbildung angerechnet. Anmeldung über phonline der Pädagogischen Hochschule Steiermark. Fragen dazu können gerne an Marion Starzacher gestellt werden.

Registration is open from Sept. 1st until Oct. 15th 2021

get involved V wird veranstaltet von BINK in Kooperation mit

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get involved IV findet im Rahmen der Biennale Sessions statt.
Biennale Sessions 2018

wir danken für die freundliche Unterstützung

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für Fragen und Information stehen wir gerne zur Verfügung
projektleitung Monika Abendstein, getinvolved@bink.at, bilding. Amraserstr. 5a, 6020 Innsbruck, Austria, t +43 699 12847937