get involved I – discover and create common ground

„get involved – discover and create common ground“

Internationales Symposium zur Architektur- und Baukulturvermittlung für junge Menschen, 19. und 20. Oktober 2012 Architektur Biennale 2012 Venedig.

Die Initiative Baukulturvermittlung veranstaltete im Rahmen der 13. Architekturbiennale in Venedig ein internationales Symposium zu aktuellen Themen, Tendenzen und Methoden der Architektur- und Baukulturvermittlung für Kinder und Jugendliche.

 

Erstmals gelang es im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig – dem Hotspot der aktuellen Architekturszene – ein internationales Symposium zur Baukulturvermittlung für junge Menschen zu veranstalten und damit die allgemeine Architekturdiskussion zu erweitern.
Insgesamt wurde das Symposium von 130 TeilnehmerInnen aus Australien, Deutschland, England, Finnland, Griechenland, Italien, Luxenburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slovenien und Spanien besucht.

Das zweitägige Symposium „get involved – discover and create common ground“ bot einen Überblick über erfolgreiche Programme und Projekte der Architekturvermittlung im internationalen Vergleich und gab Einblick in die pädagogische wie wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Kreativität sowie Mitgestaltung der alltäglichen Umwelt.
Anhand von 12 Vorträgen diskutierten zahlreiche internationale ExpertInnen aus der Architekturvermittlung, Pädagogik und Forschung die aktuelle Situation und stellten Best Practice Beispiele vor. Zur Vertiefung der Themen ermöglichten 13 halbtägige Workshops den TeilnehmerInnen, direkte und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Das Symposium richtete sich an ArchitektInnen und DesignerInnen, PädagogInnen an Schulen, in Kindergärten und Jugendorganisationen, an WissenschafterInnen wie auch an politische EntscheidungsträgerInnen im Zusammenhang mit baukultureller Bildung.

Referenten
Die Auswahl an ReferentInnen und WorkshopleiterInnen wie Pihla Meskanen (Architektin und Pädagogin, Arkki, Helsinki), Susanne Hofmann (Architektin BDA, die Baupiloten, Berlin), Petri Zimmermann (Architektin, spacespot, Zürich) oder Tiago Borges (arquikids, Barcelona) repräsentierten einen vergleichbaren Querschnitt Europas. Zusammen mit den zahlreichen österreichischen Beiträgen wurde ein umfassender Einblick in die unterschiedlichen Arbeits- und Herangehensweisen innerhalb der Baukulturvermittlung geboten.
Von der pädagogischen Grundsatzdiskussion als Basis für innovativen, zukünftigen Schulbau, wie Frauke Burgdorff (Montag Stiftung, Bonn) in ihrem Beitrag ausführte, über konkrete, partizipative Projekte präsentiert von Susanne Hofmann (Baupiloten, Berlin) spannte sich ein weiter Bogen über vermittlungsintensive Programme. Angela Uttke (Raumplanerin, Jugend Architektur Stadt, TU Berlin) beispielsweise zeigte ein spannendes, sich stetig veränderndes Stadtteilprojekt, welches gemeinsam mit Jugendlichen und Streetworkern umgesetzt wurde.
Unterschiedliche Fördermodelle lassen verschiedene Vermittlungsstrategien und -einrichtungen zu. So bietet „Arkki“ eine Architekturschule für Kinder und Jugendliche in Helsinki seit vielen Jahren ein umfangreiches Angebot kontinuierlicher Architekturvermittlung für alle Altersstufen. Pihla Meskanen (Architektin und Pädagogien, Arkki, Helsinki) stellte unter anderem ein interessantes Stadtbauprojekt vor, welches im Rahmen eines allgemeinen, öffentlichen Wettbewerbs entwickelt wurde und als ergänzender Beitrag in der Stadtplanung Helsinki diskutiert wurde.
Eine Vielzahl österreichischer Initiativen und Projekte vervollständigte den Blick auf die europäische Szene der Baukulturvermittlung.

Resümee
Als verbindende Zielsetzung aller beteiligten Vortragenden manifestierte sich der Wunsch nach längerfristigen, Disziplinen übergreifenden Projekten in finanziell wie strukturell stabilen Vermittlungslandschaften. Bewusstseinsbildung in den Schulen, universitäre Forschung und Vernetzung aller beteiligten Interessensgruppen stellen dabei die wichtigsten Parameter für die zukünftige Vermittlungsarbeit dar.

Die vielen positiven Rückmeldungen auf das Symposium verdeutlichten, dass es ein breites Interesse an einer verstärkten Auseinandersetzung mit Architekturvermittlung sowohl im regionalen wie auch im internationalen Kontext gibt. Mit get involved konnten wir einen Impuls zur intensiveren Vernetzung der teilnehmenden Partner setzen und einen nachhaltigen Beitrag für mehr gegenseitiges Verständnis und damit letztlich ein größeres Bewußtsein für die Gestaltung unserer Umwelt leisten.

Ich möchte mich sehr herzlich bei allen TeilnehmerInnen, bei den Mitgliedern der Initiative und bei den Referenten für die fantastische Unterstützung, die professionellen Beiträge und für die bereitgestellten Skripten bedanken.
Alle Skripten und Berichte zu den Vorträgen und Workshops können auf der speakers page herunter geladen werden.

Monika Abendstein, aut. architektur und tirol
für konzeption und organisation
getinvolved@bink.at
Lois-Welzenbacher-Platz 1, 6020 Innsbruck, Austria
t +43.512.57 15 67

veranstaltet in kooperation mit
Akademie der bildenden Künste Wien
Technische Universität Wien
Pädagogische Hochschulen Tirol und Salzburg
ZSK Zentrum für Schulische Kulturarbeit des BMUKK
Junge Uni Innsbruck

Programmfolder Symposium (pdf 699.29 kB)

Für die freundliche Unterstützung danken wir

academy of fine arts vienna

aut. architektur und tirol

Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Junge Uni Innsbruck

ZSK

Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung