Wir schaffen Grünraum!

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© Sabine Gstöttner
moosgraffity

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© Sabine Gstöttner
Grünräume einer Stadt

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© Sabine Gstöttner
Anmischen der Moosfarbe

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© Sabine Gstöttner
Malen der Moosbilder

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© Sabine Gstöttner
Samen setzen in Ritzen

Kriterien

Kategorie: Landschaft, Stadt
Aufwand: wenig
Fach: NAWI, Musisch-kreativ
Alter: 10 – 14
Gruppe: > 15
Dauer: halbtags
Durchführung: ohne ExpertIn möglich

Kurzbeschreibung

Warum ist Grünraum für eine Stadt wichtig und was können wir tun, um unsere Stadt grüner zu machen? Diese beiden Fragen werden im Workshop am Beispiel des Schulumfelds besprochen. Am Ende werden die SchülerInnen zu urbanen Gärtnern und streuen Samenkugeln, pflanzen Kräuter oder verschönern ihr Schulumfeld mit Moosgraffity.

Zielsetzung

Der Workshop vermittelt den Kindern und Jugendlichen die verschiedenen Arten und Funktionen von Grünraum in der Stadt und fordert auf, einen eigenen Beitrag zur Begrünung der Stadt zu leisten.

Material

Flipchartpapier, Stifte, Notizhefte
Pläne des Schulumfelds
Post-its
Blumensamen (Kresse oder Steinbrech), Erde, Lehm
Joghurt, Moos, Zucker, Pürierstab
Bei Bedarf: Kräutersamen oder Setzlinge

Download

Grünraumarten (pdf 88.33 kB)

Ablauf

Einführung

Input über Bedeutung und Funktion der Grün- und Freiräume einer Stadt:
Warum sind Grünräume wichtig für eine Stadt?

 

Die Antworten der SchülerInnenwerden gesammelt. Funktionen, die nicht genannt werden, werden gemeinsam besprochen: Regulieren das Klima, sind Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Produktionsorte, dienen der Erholung, dem Sport, dem Spiel, als Treffpunkt, …

Danach beantworten die SchülerInnen folgende Fragen:
1. Denke an die Grünräume in deinem Wohnumfeld. Was kannst du in diesen Grünräumen machen?
2. Wofür sind sie wichtig?

 

Jede/r SchülerIn schreibt ihre/seine Antworten auf Post-its. Mehrere Antworten sind möglich, pro Post-it soll aber nur eine Nennung notiert werden.
Hintereinander präsentieren die SchülerInnen ihre Nennungen; die Ergebnisse werden auf die Tafel geklebt und nach Gruppen sortiert. Aus den Ergebnissen entstehen die verschiedenen Arten an Grünraum einer Stadt.
[Falls nicht genannt, hinführen zu: agrarisch genutzte Flächen, Plätze und Parks, Wasserflächen, Naturschutzflächen, Tiergärten, Friedhöfe, Dachgrünflächen, Wälder, ungenutzte Flächen, die Kinder nicht betreten dürfen, ...]

 

Welche Arten von Grünraum gibt es?
Die Antwort lässt sich aus den geclusterten Ergebnissen ablesen: Wasser, Wald, Äcker, Industrieflächen (zB Schotterteiche für die Schottergewinnung), Spielplätze, Sportflächen, Friedhöfe, Tiergärten, „Abstandsgrün“, Parks, urbane Plätze, private Gärten, … 

Bestandsaufnahme im Schulumfeld

Bilden von Kleingruppen;
Die Kleingruppen suchen nun im Schulumfeld nach den verschiedenen Grünräumen und tragen die verschiedenen Grünraumarten, die sie finden können, in ihrem Plan ein.

Präsentation der Ergebnisse vor der Klasse.
Gemeinsame Bewertung: Findet ihr euer Schulumfeld grün genug?

Urbanes Gärtnern

Im letzten Block des Workshops lernen die SchülerInnen, wie sie ihren Lebensraum / ihr Schulumfeld selbst begrünen können. Die SchülerInnen basteln Samenkugeln, die sie im Schulumfeld in Ritzen streuen, malen Graffities aus Moos oder setzen Kräuter.

Samenkugeln

Benötigt werden: Blumensamen, Erde, etwas Lehm
Aus Erde und Lehm wird ein Teig geknetet. Sobald der Teig fest ist (wie der Teig beim Kekse backen), wird er  ausgerollt und die Blumensamen auf Beiden Seiten darauf verteilt. Anschließend werden kleine Teigstücke abgerissen und zu Kugeln mit etwa 2 cm Durchmesser gerollt. Dort, wo Blumen fehlen abwerfen!

Moosgraffity

Benötigt werden:

  • drei kleine Becher Joghurt
  • einen gehäuften Esslöffel Zucker
  • eine Handvoll Moos (aus Mauerritzen abkratzen und grob reinigen)
  • einen Mixer
  • etwas Wasser zum Verdünnen
  • Gefäße zum Abfüllen und Mixen
  • einen Pinsel

Das grob gereinigte Moos wird zusammen mit dem Joghurt und dem Zucker püriert. Die Flüssigkeit sollte etwa die Konsistenz eines Milchshakes haben. Nach Bedarf also noch etwas Wasser zugeben. Das Moos wächst am besten auf feuchten Wänden, die im Schatten liegen.
Achtung:  Für das Bemalen mit Moosfarbe sollten nur Mauern verwendet werden, die im Besitz der Schule sind!



Dieses Projekt wurde entwickelt von: Sabine Gstöttner und ermöglicht durch: Stadtplanung Wien (MA18, Ma19, Ma21A)



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