Raumplanung-Lebensräume

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Kriterien

Kategorie: Landschaft, Stadt, Wohnen, Planen (als Prozess)
Aufwand: viel
Fach: Musisch-kreativ
Alter: 14 – 19
Gruppe: < 15
Dauer: mehrtägig
Durchführung: ExpertIn erforderlich

Kurzbeschreibung

Durch das Phänomen der Zersiedelung auf dem Land, der Nachverdichtung im Wohnungsbau und der Bildung von Speckgürteln an den Grenzen der Städte ist der Umgang mit der Ressource Landschaft für die Zukunft ein brisantes Thema geworden, da Bauland nicht mehr unbegrenzt zur Verfügung steht.

Zielsetzung

Einführung in die komplexe Materie der Raumplanung von der Analyse über Konzepte und Modelle, damit sich die Jugendlichen als Bewohner und zukünftige Bauherrn in Planungsprozesse konstruktiv einbringen können.

Material

Fotokamera
Pläne
Karton
Styropor
Stecknadeln, Leim

Download

Raumplanung - Modul (pdf 23.21 kB)

Ablauf

… in die Zukunft gedacht / Nachhaltiges Planen und Bauen
Landschaft, gesellschaftliche, kulturelle und historische Rahmenbedingungen haben Einfluss auf konkrete Faktoren wie Standortwahl, Infrastruktur, Materialwahl, Barrierefreiheit, Energie und stellen wichtige Voraussetzungen für die Planung dar. Anhand eines konkreten Szenarios, einem Baugrund im weiteren Umfeld der Schule, sollen in Gruppenarbeit Konzepte für eine Bebauung entwickelt und in Modelle umgesetzt werden.

Historischer Überblick über die Entwicklung der Siedlungsstruktur des Ortes.
Welche Faktoren bestimmen Wohnqualität?
Lokalaugenschein / Ortsrundgang / Besichtigung des zu bebauenden Grundstücks und seiner Besonderheiten.
Faktoren für nachhaltiges Bauen.
Entwicklung von Konzepten für eine Bebauung.
Bau eines Modells des Grundstücks.
Modellbau.
Dokumentation und Präsentation.

1. Einführung Raumordnung Wohnen Nachhaltigkeit (1 Doppelstunde)

Begriffsklärung: Raumordnung: Steuerungsinstrumente Raumordungsgesetz (ROG), Raumentwicklungskonzept (REK) Flächenwidmungsplan, Bebauungsplan.

Aufzeigen der historischen Entwicklung des Ortes /Ortsteils anhand von Plänen. Aktueller Stand (Pläne bei den Gemeinden oder Internet. Für Salzburg SAGIS: Salzburger geografisches Informationssystem) www.salzburg.gv.at/themen/se/salzburg/sagis.htm

Analyse der Faktoren, die zur Veränderung beigetragen haben

Wenn ich eine Wohnung mieten/kaufen würde, welche Kriterien wären für mich wichtig? Resümee: Was macht Wohnqualität aus?
Mehr: Checkliste www.stadt-salzburg.at/nachhaltigkeit

Was bedeutet Nachhaltigkeit beim Planen und Bauen?
Diskussionspunkte könnten sein:

Standort-Wohnqualität – Verkehr Verkehrsflächen
Freiräume
Gegenüberstellung Einzelhaus – Verdichtung

2. Orts(teil) – Rundgang / Begehung (1 Doppelstunde)

(Dokumentation durch Fotos, Skizzen)
Kennenlernen des Umfelds anhand eines Rundgangs durch den Ortsteil und Begehung des Grundstücks, das bebaut werden soll.
Analyse des ausgewählten Gebietes: Struktur, Wohnqualität, Funktionen
Anwenden der Analysefaktoren der Einführungsstunde auf die gebaute Situation:

3. Konzeptentwicklung (1 Doppelstunde)

Präzisieren der Aufgabenstellung:
„Wohnen – oder was sonst?“
Einzelnutzung / Verdichtung?
Anzahl der Stockwerke (Berücksichtigung Geschoßflächenzahl GFZ als Vorgabe oder nach dem Bebauungsplan)
Faktoren für Nachhaltigkeit
Mischnutzung Wohnen (generationengerecht?) /Arbeiten/ öffentliche Bauten ?
Erschließung, Infrastruktur (Parkplätze)
Flächen zur privaten / gemeinsamen Nutzung / Freiräume
Landschaftsgestaltung / Grünflächen / Bepflanzung
Strukturelle Einbindung in das bestehende Umfeld / Ortsbild
Entwickeln von Bebauungstrukturen für das Grundstück.

Alle: Kurzvorstellung von Ideen / Grobkonzepten
Danach: Bildung von Gruppen
Formulieren von Anforderungsprofilen
Konkretisierung der Ideen in Skizzen

4. Konzeptüberarbeitung/ Bau der Landschaft (1 Doppelstunde)

Arbeitsmodelle: Material: Styroporplatten 1cm stark (Plattenstärke entspricht einer Geschoßhöhe)
Bau der Landschaft aus Wellpappe (Mikrowelle) gegebenenfalls mit Höhenschichten (1 Kartonstärke = 0,5 m)

5. Modellbau, Landschaftsplanung (1 – 2 Doppelstunden)

Bau der Modelle (Ausschneiden aus Styropor. Kleben mit Leim. Vorläufiges Fixieren auf dem Landschaftsmodell mit Stecknadeln)Gestaltung der Freiräume (privat / gemeinschaftlich / öffentlich) Bepflanzung

6. Dokumentation (Fotografieren, Konzept verfassen)

Fotografieren der Modelle.
Konzeptbeschreibung verfassen (erstelltes Anforderungsprofil einarbeiten)

7. Präsentation /Abschlussbesprechung

Welche Projekte erfüllen Anspruch der Nachhaltigkeit am meisten?

Feedback (schriftlich oder mündlich)



Dieses Projekt wurde entwickelt von: Wolfgang Richter und Hubert Fölsche (Raumplaner), Sabine Pinterits, Josef Reithofer (Magistrat Salzburg, Abt. Raumplanung und Verkehr) und Franz Seidl (Architekt). Entwickelt für die Sommerakademie Obertrum 2008 für hochbegabte und besonders interessierte Schülerinnen, PI Salzburg und ermöglicht durch: at-s Salzburg



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