Mein Haus – Dein Haus

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© Sibylle Bader

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Material

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Modellbau

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Modellbau

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Präsentation

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© Sibylle Bader
Präsentation

Kriterien

Kategorie: Modell, Ökologie
Aufwand: mittel
Fach: Musisch-kreativ, Sprachen, NAWI
Alter: 10 – 14
Gruppe: > 15
Dauer: mehrtägig
Durchführung: ohne ExpertIn möglich

Kurzbeschreibung

Eigene und fremde Erfahrungen mit Häusern und Wohnen in unterschiedlichen sozialen Kontexten sowie in verschiedensten Ländern werden untersucht, besprochen und praktisch erarbeitet.

Zielsetzung

Erweiterung des Horizontes durch Wissensvermittlung und Diskussion
Stärkung der eigenen Position
Empathie durch Rollentausch

Material

einfaches Zeichenmaterial, optional: Aufnahme- und Abspielgerät
Präsentation (anbei als pdf)
Modellbaumaterial: Styropor, Zahnstocher, Spieße, Tonpapier, Karton, Malfarben, Schnüre und Zwirn, Strohhalme bunte Folien etc.
Recycling-Material wie Klorollen, Kunststoff-Verpackungen und Inlays, etwa von Pralinen- und Keksschachteln, Joghurtbecher, Eierkartons etc.

Download

Mein Haus-Dein Haus: Steckbrief_Brasilien-Larissa (pdf 77.14 kB)

Ablauf

Das Eigene

Zu Beginn werden die jeweils eigenen Erfahrungen mit dem Thema Wohnen erörtert. Oft können SchülerInnen durch ihren eigenen Migrationshintergrund von anderen Erfahrungen mit Ländern, Klima und Wohnformen berichten, österreichische SchülerInnen haben eventuell durch Freunde und Verwandte Erfahrungen mit unterschiedlichen Wohnweisen (Bauernhof – Hochhaus, Stadt – Land etc.).

Unterschiedliche klimatische Bedingungen wirken sich auch auf den Tagesrhythmus und somit das Wohnen aus. Etwa: In der Türkei sind die Menschen abends viel mehr unterwegs. Dafür gibt es zur heißen Mittagszeit eher Ruhephasen. Welches sind die passenden Innen- bzw. Außenräume?

1. Übung: Die SchülerInnen versuchen, die Wohnung/das Haus, in dem sie leben, im Grundriss zu zeichnen. (Die Begriffe Grundriss, Aufriss und Maßstab werden zuvor besprochen, falls nicht bekannt.) Weiters kann nun jedes Kind noch einmal nur das eigene Zimmer im Grundriss zeichnen und diesmal die Möblierung mit berücksichtigen. Dabei können bereits viele Eindrücke über die Hintergründe und Hobbies der Jugendlichen gewonnen werden.

2. Übung (optional): Diese Übung mit einem Aufnahmegerät ist lustig und kann das Eigene auf eine neue, neutralere Ebene bringen: Eine Tätigkeit oder Situation, die typisch ist für „zu Hause“ (wo immer das für die/den jeweiligen Schülerin/Schüler sei), akustisch nachzustellen, ohne dabei Worte zu verwenden.

Nachdem von jedem/von jeder eine Szene aufgenommen wurde, wird diese der ganzen Klasse vorgespielt und die SchülerInnen raten, wer der/die jeweilige DarstellerIn ist und wo die Episode sich abgespielt hat bzw. auch, worum es sich bei der Tätigkeit handelte.

3. Übung: Als Abschlussteil für die Einführung in „das Eigene“ erhalten die SchülerInnen eine Zeichenaufgabe mit freier Wahl der Ansichtsdarstellung: Es soll jener Teil im eigenen Zimmer gezeichnet werden, der so typisch ist, dass man daran sofort erkennen kann, in wessen Zimmer man gerade ist.

Das Fremde

Insgesamt 14 Länder, quer über den Globus verteilt, wurden beim Referenzprojekt zu Beginn der intensiven Projektwoche unter die Lupe genommen. (In der Anlage findet sich die Präsentation mit 4 Orten/Ländern, die von interessierten ProjektleiterInnen selbst beliebig fortgeführt werden kann.) Die Jungendlichen können vergleichen, wie sich die Faktoren Bevölkerungsdichte, Sonneneinstrahlung oder lokale Baumaterialien auf die Bauweise der Häuser auswirken. Ebenfalls aufgezeigt wird die Entwicklung der Baustile von den traditionellen zu den modernen, zeitgenössischen Formen.

Das Fremde wird zum Eigenen

Das Modell eines bestimmten Hauses soll in den folgenden Übungen gebaut werden. Dafür ist ein “Steckbrief” (siehe Besispiel als Download) eines Jugendlichen Ausgangspunkt für die Bauaufgabe. Darin enthalten sind Angaben über den Wohnort, die Familienstruktur, die Hobbies und späteren Berufswünsche der Person.

Beim Modellbauen sollen die SchülerInnen die zuvor besprochenen Kriterien praktisch umsetzten und natürlich auch Spass haben!

Durchführung

Diese Projekt wurde im Sommersemester 2008 gemeinsam mit der 4. Klasse (mit 9 SchülerInnen im Alter von 13-16 Jahren) des Sonderpädagogischen Zentrum Lochau (VBG) durchgeführt.
Autorin und Projektleitung: Sibylle Bader, bader@wanderklasse.at, Wanderklasse-Verein für BauKulturVermittlung



Dieses Projekt wurde entwickelt von: Sibylle Bader und ermöglicht durch: RaumGestalten



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