Forschende Flaneure

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© Antje Lehn

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Kriterien

Kategorie: Raumwahrnehmung, Stadt, Baugeschichte
Aufwand: mittel
Fach: Sprachen, GEWI
Alter: 10 – 14, 14 – 19
Gruppe: > 15
Dauer: bis 3h
Durchführung: ohne ExpertIn möglich

Kurzbeschreibung

Eine kartographische Untersuchung des Stadtraums – Eine Stadt ist schwer zu beschreiben, wenn man sie aufmerksam durchwandert, erscheint sie wie ein riesiges Gewebe mit vielen Details. Aus einer Sammlung dieser Details soll eine Karte hergestellt werden, die die Umgebung der Schule aus Sicht der SchülerInnen zeigt.

Zielsetzung

- Orientierung in der Stadt
- Verständnis von Karte und Maßstab
- Beobachtung und Analyse
- Umsetzung von Raum ins Bild
- Erfahrung mit Repräsentation

Material

Beamer, Atlas, Bücher, Kopien, Karten aus Sammlung
Zeichenpapier, Stifte
Stadtplan, Clipboards, Zeichenpapier, Stifte, Fotoapparat bzw Handy
Pinnwand oder Schnur mit Wäscheklammern, ausgedruckte Fotos, Fundstücke
vergrößerter Stadtplan auf Sandwich-Karton, Klebepunkte, Post-its, Fähnchen, Zahnstocher, farbige Nadeln, Stifte, etc

Download

Modul3: Forschende Flaneure (pdf 495.88 kB)
Die Welt auf Karten (pdf 899.31 kB)

Ablauf

Stundenbild (3 Stunden)

 

Beispiele – Es werden historische und zeitgenössische Karten gezeigt, wissenschaftlichkünstlerische Darstellungen von Weltbildern diskutiert. Vergleich – Anschauung von Stadtraum im Plan und Vergleich mit der Realität, Orientierung an Landmarks, eigene Erfahrung und Bekanntes mischen sich. Visuelle und verbale Präsentation – Auswahl von Material, Beschreibung und Bewertung des Stadtraumes, Plancollage, textliche Auswertung einzeln und in der Gruppe. Anwendung – Flanieren als Methode der absichtslosen Erkundung. 

erste Einheit

1. Einstieg – Thematische Einführung, Projektübersicht (5 min)

 

2. Input – Die Welt auf Karten (15-20 min)

Historische und zeitgenössische Beispiele von Karten zeigen, Karten und Weltbilder vorstellen

und vergleichen. Orientierung und Identität diskutieren.

Lernmethode: Kurzvortrag, Frage und Antwort Spiel, Diskussion

Material: Beamer, Atlas, Bücher, Kopien, Karten aus Sammlung

 

3. Versuch – Meine Karte/ Kognitive Karten (15-20 min)

„Kopfkarten“ vom eigenen Schulweg zeichnen, wichtige Orte beschreiben, Zeichnungen

aufhängen.

Lernmethode: Abstraktion von Raum zu Bild, schnelle Skizzen von räumlicher Erinnerung

Material: Zeichenpapier, Stifte

 

 

4. Abschluss – Jede/r ist ein Kartograph/Kartographin (5 min)

Fragerunde: Was sind wichtige Orientierungspunkte (Landmarks) in der Nähe der Schule?

 

zweite Einheit

1. Einstieg Gruppenaufteilung, Verteilung Clipboards und Aufgaben (10 min)

 

2. Spaziergang – Stadtexpedition (40 min)

Vorbereitung: Stadtplanausschnitt mit Schulumgebung kopieren, kurze Wege im Umfeld

der Schule beschreiben, historisch bedeutende Gebäude hervorheben, kleine Aufträge

definieren. Ein Spaziergang in der Umgebung der Schule, wir suchen Orte auf, sammeln

Bilder, Geschichten und Fundstücke, die die Stadt, den Bezirk, das Grätzel beschreiben.

Lernmethode: Beobachten und notieren, Sammlung anlegen, selbstständige Orientierung

Material: Stadtplan, Clipboards, Zeichenpapier, Stifte, Fotoapparat bzw Handy

 

dritte Einheit

1. Einstieg Forschungsergebnisse sichten (15min)

Objekte und Notizen werden gezeigt, geordnet und beschrieben. Gruppenweise

Berichterstattung. Raum für zufällige Beobachtungen lassen.

Lernmethode: Bewerten der Ergebnisse, Gruppenarbeit zusammenfassend vorstellen;

Material: Pinnwand oder Schnur mit Wäscheklammern, ausgedruckte Fotos, Fundstücke

 

2. Collage – Wir erstellen unsere eigene Karte (35 min)

Wir erstellen eine gemeinsame Karte mit den Sammelstücken, und beschreiben

unsere Beobachtungen. Atmosphären und Qualitäten. Wir zeichnen Orte in die Karte

die wir wichtig/schön/hässlich/etc finden.

Lernmethode: Repräsentation, Umsetzung von Raum ins Bild, Maßstab verstehen

Material: vergrößerter Stadtplan auf Sandwich-Karton, Klebepunkte, Post-its, Fähnchen, Zahnstocher, farbige Nadeln, Stifte, etc



Dieses Projekt wurde entwickelt von: DI Antje Lehn, Akademie der bildenden Künste Wien und ermöglicht durch: bink – Initiative Baukulturvermittlung



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