Die Stadt als Fitnesscenter!

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© Johannes Obermeier
Der Karlsplatz wird zur Bowlingbahn

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© Johannes Obermeier
Wie bewege ich mich gerne?

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© Daniele Schlager-Jaschky
Bestandsaufnahme im Schulumfeld

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© Pia Spiesberger
Balanzieren im öffentlichen Raum

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© Pia Spiesberger
Präsentation der Ball-Station

Kriterien

Kategorie: Stadt, Raumwahrnehmung, Planen (als Prozess)
Aufwand: wenig
Fach: Musisch-kreativ, GEWI
Alter: 10 – 14
Gruppe: > 15
Dauer: halbtags
Durchführung: ExpertIn empfohlen

Kurzbeschreibung

Im Projekt werden die SchülerInnen dazu angeregt, ihr Schulumfeld bewusst wahrzunehmen und den öffentlichen Raum temporär für ihre Bedürfnisse zu verändern. Von der Bedarfsanalyse über die Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung der Ideen sind alle Abschnitte eines Planungsprozesses enthalten.

Zielsetzung

Das Bewusstmachen des öffentlichen Raumes und seiner Nutzung und die Entwicklung von kindgerechten Nutzungen des öffentlichen Raumes sind Ziele des Projekts.

Material

Flipchartpapier, Stifte, Notizhefte
Pläne des Schulumfelds (Mehrzweckkarte)
Kopiervorlagen für Fitness-Stationen
Straßenkreide
Je nach Bedarf: Roller, Skateboard, Bälle, Bänder, …

Download

stadt als fitnesscenter - analyse und bestandsaufnahme (pdf 116.74 kB)
stadt als fitnesscenter - titel (pdf 4.71 kB)

Ablauf

1. Theoretischer Input

Die SchülerInnen erhalten einen kurzen theoretischen Überblick darüber, was ein Freiraumplaner macht:

  • Sicherung der Frei- und Grünräume einer Stadt (durch Mitwirkung beim Stadtentwicklungsplan, Studien, etc.)
  • Gestaltung der Frei- und Grünräume (Angebote schaffen für verschiedene NutzerInnengruppen)

Hinführen zum Thema Sport und Bewegung:

In einer Stadt Sport betreiben zu können, ist eine wichtige Zielsetzung für die Stadtplanung.

Die Stadt trifft daher Vorsorge, dass die Bevölkerung Sport ausüben kann und schafft die notwenige Infrastruktur.

Frage an die SchülerInnen: Wo kann man Sport ausüben?

Die Antworten werden gesammelt.

Aktuell geht der Trend im Freizeit und Bewegungsverhalten der Stadtbewohner in die Richtung, dass sie statt ins Fitnesscenter oder in den Sportverein zu fahren, lieber direkt vor der Haustüre Bewegung machen bzw. alltägliche Wege nutzen, um sich fit zu halten. Die Stadt wird zum Fitnesscenter.

Wir beschäftigen uns heute mit dieser Aufgabe und machen das Schulumfeld zum Fitnesscenter!

2. Bedarfsanalyse

Die SchülerInnen beantworten folgende Frage:

Wie bewege ich mich gerne?
[Hinweis: Hier ist es wichtig, Hilfestellung zu leisten und exemplarisch Bewegungsformen zu nennen; zum Beispiel >langsam bewegen<, >schaukeln<, >hüpfen<, >tanzen<, >sitzen<, >entspannen<].

Jede/r SchülerIn schreibt die bevorzugte Bewegungsart auf ein Post-it. Mehrere Nennungen sind erlaubt, pro Post-it wird nur eine Nennung notiert.

Die SchülerInnen präsentieren ihre Nennungen; die Ergebnisse werden nach Gruppen sortiert. So entsteht ein Bild mit den verschiedenen genannten Bewegungsarten.

Die zweite Aufgabe ist, die genannten Bewegungsarten zu bewerten; jeder/m SchülerIn stehen 3 Punkte zur Verfügung, die sie/er vergeben kann.

Zu den 4 Bewegungsarten mit der größten Punkteanzahl sollen Bewegungsparcours geplant werden.

3. Bewertung des Schulumfelds

Zu jedem Bewegungsthema wird eine Kleingruppe gebildet. Die Gruppen untersuchen ihr Schulumfeld im Hinblick darauf, ob es sich für ihre Bewegungsart eignet.

Zusätzlich sucht die Gruppe nach geeigneten Orten für ihre Bewegungsart.

Präsentation der Ergebnisse vor der Klasse.

4. Umsetzung

Jede Gruppe hat nun die Aufgabe, unter Nutzung des Inventars im öffentlichen Raum an einem Ort ihrer Wahl einen Parcours einzurichten. Folgende Arbeitsschritte sind dazu notwendig und werden in einem Heft notiert:

  1. Pflichtenheft: Was benötige ich, um (tanzen, schaukeln, rollen, …) zu können?
  2. Wo möchte ich den Parcours einrichten?
    Jede Gruppe definiert einen Ort, an dem sie ihren Bewegungsparcours für ihr Thema einrichtet.
  3. Welchen Titel soll mein Parcours haben?

Danach richtet jede Gruppe ihren Bewegungsparcours im öffentlichen Raum ein. Für die Parcours stehen verschiedene Materialien und Utensilien zur Verfügung:

  • Kopiervorlage um das Logo bzw. den Namen der Fitness-Stationen im öffentlichen Raum anzubringen,
  • Straßenkreide,
  • buntes Tape,
  • leere Flaschen,
  • Je nach Bedarf: Roller, Skateboard, Bälle, Bänder, …

Abschließend findet die Präsentation der einzelnen Ergebnisse statt. Jeder darf die entstandenen Parcours testen.

Durchführung

Dieses Projekt wurde mit folgenden Wiener Schulen durchgeführt:
Sonderpädagogisches Zentrum Rosasgasse , Evangelische Wiener Mittelschule Karlsplatz, KMS Steinergasse, KMSi Hernals, Ella Lingens Gymnasium.
Autorin und Projektleitung: Sabine Gstöttner, info@was-schafft-raum.at



Dieses Projekt wurde entwickelt von: Sabine Gstöttner und ermöglicht durch: Stadtplanung Wien (MA18, MA19, Ma21B)



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